Seit Sonnenaufgang
befinden wir uns in einer ausgedehnten Flaute und wir motoren mit 4 Knoten. Als
Trost bekommen wir zwischen 10 und 11 Uhr zwei mal Besuch von Delphinen. Es
sind jeweils 20 bis 30 Tiere und sie kommen ganz nah ans Boot. Wir haben auch
fliegende Fische gesehen. Ich wusste gar nicht, dass es die in der Adria gibt. Wir
ändern den Kurs näher zur Albanischen Küste, weil dort die Windvorhersage
(Grib-Files) bessere Bedingungen verspricht. Erst jetzt um kurz nach 14 Uhr
kommt der ersehnte Wind und wir segeln mit 5-6 Knoten nach NNW.
Bis eine Stunde nach Mitternacht beschert uns der Wind durchschnittlich 6-7 Knoten Fahrt. Während
der ganzen Zeit fahren wir hart am Wind, teilweise mit 8-9 Konten. Die Rümpfe
klettern elegant über die kurze, steile Adriawelle und wir verlieren kaum an
Fahrt, selbst wenn das Boot ab und zu stampft. Unter Deck ergibt das ein
Getöse, als wenn man das ganze Boot hochhebt und anschließend runterfallen
lässt. Wer damit nicht vertraut ist, würde sich ernsthafte Gedanken machen, ob
das Schiff das aushält. Dann folgt eine einstündige Flaute. Ab zwei Uhr bringt
ein leichtes Lüfterl 2-3 Knoten. Tagesetmal 104 Seemeilen. Reststrecke nach Vis
97 Meilen.Montag, 27. Juli 2015
Corfu – Lignano 1. Tag
Gerade als wir den Hafen
von Korfu um 6:45 Uhr verließen, sahen wir die Maschine der Aegeian Airlines
mit unseren Mädels an Bord in Richtung Athen starten. Bei uns folgten eine
Segel und zwei Motorstunden, die uns in den Hafen von Kassiopi in Norden Corfus
führten. Dort angekommen hatten wir Glück, weil gerade ein kleiner Tankwagen
mit Benzin an der Pier stand. Wir kauften 25 Liter Benzin und anschließend fuhr
ich drei mal mit dem Dinghy zu einer Taverne und holte mit dem Wassersack 60
Liter Wasser. Wir kauften anschließend noch ein paar Lebensmittel und einen
Fischköder und verließen den netten Hafen nach eineinhalb Stunden. Mittlerweile
gab es genügend Wind und wir kreuzten die albanische Küste hoch. Gegen 17 Uhr
empfing uns die Straße von Otranto mit einer kräftigen Salzwasserdusche. Wir
mussten 10 Minuten beidrehen, um das Dinghy umzudrehen und ein paar Sachen an
Deck zu verzurren. Die Nacht war dann eher windarm. Unser 24 Stunden Etmal ist
76 Seemeilen, was in Anbetracht des Kreuzkurses am Nachmittag und der Pause in
Kassiopi sehr zufriedenstellend ist. Unser geplanter Zwischenstopp wird auf der
Insel Vis sein. Bis dahin haben wir noch 190 Seemeilen, also etwa zwei Tage.
Donnerstag, 23. Juli 2015
Corfu nach Lignano
Unsere Mädels sind gerade durch den Checkin gegangen. Wir gehen zurück zum Boot und brechen dann gleich auf. Bunkern werden wir unterwegs im Norden Corfus.
Dienstag, 21. Juli 2015
Parga und Sivota
Gestern sind wir 12nm von
Paxos aufs griechische Festland nach Parga gesegelt. Die Besichtigung der
venezianischen Festung war sehr schweißtreibend und wir waren anschließend auf
einem Capingplatz duschen. Welche Wohltat nach so langer Zeit wieder Süßwasser
auf der Haut. Parga selbst ist eine Touristenhochburg mit unzähligen Bars,
Resaturants und Souvenierläden. Heute sind wir 12 Meilen nach Sivota motort, da
überhaupt kein Wind war. Am Abend waren wir wieder duschen und als wir fertig
waren, zog ein Gewitter auf. Leider fiel nicht sehr viel Regen und das Boot ist
noch immer etwas salzig. Sivota ist auch ein Touristenort, aber wesentlich
ruhiger als Parga.
Morgen geht’s nach Corfu
Stadt zurück, weil unsere beiden Mädels übermorgen Früh heimfliegen. Wir werden
noch Proviant, Treibstoff usw ergänzen und Donnerstag früh ebenfalls die
Rückreise nach Lignano antreten. Mehr als 1000km liegen vor uns.
Sonntag, 19. Juli 2015
Paxos
Die Seehunde bei Corfu
Stadt
Das Wrack bei Petriti
E-Installation in Corfu
Stadt
Die Royal Clipper vor
Corfu
Heute sind wir bald
aufgebrochen um die Grotten zu erkunden, da am Vormittag meist kaum Wind und
Wellen sind. An der Westküste von Paxos gibt es drei Buchten mit jeweils
mehreren riesigen Grotten, die groß genug sind, daß sogar 20 Meter lange
Schiffe hineinfahren können. Die erste dieser Buchten erreichten wir nach 3
Meilen und erkundeten diese auch gleich mit unserem Dinghy. Nach nur einer Viertelstunde
Fahrt erreichten wir die beiden anderen Grotten, welche sich als viel belebter
und auch schöner erwiesen, dort trafen wir auch auf große Schiffe mit vielen
Touristen. In dieser Bucht blieben wir bis am Nachmittag und schnorchelten
durch die riesigen Grotten.
Als wir Richtung Gaios
aufbrachen hatte der Wind bereits eingesetzt und wir segelten über die die
Südspitze von Paxos mit 4 Knoten. Die letzten 2 Meilen segelten wir am Wind
gegen 4 Bf. und kurze, steile Wellen.
Momentan liegen wir in
Gaios vor Anker und wir planen den Ort heute Abend anzusehen.
Bilder von den Grotten
auf Paxos
Samstag, 18. Juli 2015
Corfu nach Paxos
Heute sind wir früh nach Paxos losgesegelt, die Überfahrt dauerte insgesamt 3,5 Stunden, welche wir aber großteils mit dem Motor zurücklegen mussten, da der Wind zu beginn ausblieb. Doch die Strecke zwischen Corfu und Paxos konnten wir dank des aufkommenden Windes mit einer Geschwindigkeit von 8 Knoten zurücklegen, sodass es uns sogar gelang einen Katamaran Catana 411 nach einem kleinen Rennen zu überholen.
In Paxos ankerten wir in einer belebten Bucht und erkundeten gleich das nahe Riff, welches sich als sehr schön erwies.
Viele Fotos folgen hoffentlich morgen!
In Paxos ankerten wir in einer belebten Bucht und erkundeten gleich das nahe Riff, welches sich als sehr schön erwies.
Viele Fotos folgen hoffentlich morgen!
Freitag, 17. Juli 2015
Von Kroatien nach Griechenland
Wir haben unsere Reise
nach Griechenland erst Dienstag früh angetreten, da die Wetterberichte für
Montag viele Flauten prognostizierten. Während der Überfahrt hatten wir mit den
zeitweisen Flauten zu kämpfen, denn der Wind verließ uns nachts für 5-6 Stunden
die wir jedoch mit dem Motor überbrückten, dabei fuhren wir mit einer
Geschwindigkeit von 4 Knoten um einerseits die Geräuschkulisse gering zu halten
und andererseits wäre ein höhere Geschwindigkeit mit unserem 8 PS 2-Takter
nicht sinnvoll. Untertags fuhren wir sowohl am Wind mit 7-8 Knoten, aber auch
Vorwind unter dem Gennaker mit gerade mal 2,5 Knoten, zusätzlich belastete uns
die Hitze noch, da die Sonne, besonders um die Mittagsstunden unerbärmlich auf
uns hinunterschien. In unserer ersten Nacht war es relativ ruhig wir konnten
nur 3 andere Schiffe ausmachen und in unserer zweiten Nacht, als wir die Straße
von Otranto passierten war die Situation anders, wir sahen viele Kreuzfahrtschiffe
und dazu die Lichter der Küstenstädte. Am Donnerstag erreichten wir nach 220
Seemeilen und genau 48 Stunden den Hafen von Corfu.
Heute am Samstag fuhren
wir weiter bis nach Petriti, einem kleinen Ort auf der Insel Corfu. Auf unserem
Weg dorthin entdeckten wir ein schwimmendes Gehege in dem sich zwei Robben
befanden, Wir konnten bis zum Käfigrand schwimmen und als ein Glasboot mit
Touristen eintraf konnten wir sogar
beobachten wie zwei Trainer mit den Tieren Zirkuskunststücke veranstalteten.
In Petriti ankern wir
jetzt auf 2,5 Meter Sandgrund und am Stand entdeckten wir gleich das Wrack
einer österreichischen 45 Fuss Stahlsegeljacht.
Für morgen haben wir eine
Überfahrt nach Paxos geplant, da dort wunderschöne Buchten mit kristallklarem
Wasser und mit dem Dinhgy befahrbare Grotten sind.
Abonnieren
Posts (Atom)








































