Seit Sonnenaufgang
befinden wir uns in einer ausgedehnten Flaute und wir motoren mit 4 Knoten. Als
Trost bekommen wir zwischen 10 und 11 Uhr zwei mal Besuch von Delphinen. Es
sind jeweils 20 bis 30 Tiere und sie kommen ganz nah ans Boot. Wir haben auch
fliegende Fische gesehen. Ich wusste gar nicht, dass es die in der Adria gibt. Wir
ändern den Kurs näher zur Albanischen Küste, weil dort die Windvorhersage
(Grib-Files) bessere Bedingungen verspricht. Erst jetzt um kurz nach 14 Uhr
kommt der ersehnte Wind und wir segeln mit 5-6 Knoten nach NNW.
Bis eine Stunde nach Mitternacht beschert uns der Wind durchschnittlich 6-7 Knoten Fahrt. Während
der ganzen Zeit fahren wir hart am Wind, teilweise mit 8-9 Konten. Die Rümpfe
klettern elegant über die kurze, steile Adriawelle und wir verlieren kaum an
Fahrt, selbst wenn das Boot ab und zu stampft. Unter Deck ergibt das ein
Getöse, als wenn man das ganze Boot hochhebt und anschließend runterfallen
lässt. Wer damit nicht vertraut ist, würde sich ernsthafte Gedanken machen, ob
das Schiff das aushält. Dann folgt eine einstündige Flaute. Ab zwei Uhr bringt
ein leichtes Lüfterl 2-3 Knoten. Tagesetmal 104 Seemeilen. Reststrecke nach Vis
97 Meilen.









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